FAQs zur Osteopathie-Behandlung

Vermutlich finden Sie auf dieser Seite bereits Antworten zu Ihren Fragen.
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1. Wie läuft die Osteopathie-Behandlung ab?

Zuerst wird ein ausführliches Patienten-Gespräch geführt. Eine Untersuchung erfolgt, bevor die erste Therapiesitzung begonnen wird. Folgegespräche finden bei jeder Osteopathie-Behandlung statt. Durch Nachuntersuchungen wird der Behandlungserfolg beziehungsweise Therapiefortschritt beurteilt und kontrolliert.

2. Gibt es Grenzen bei der Osteopathie?

Ja. Bei akuten Verletzungen, wie beispielsweise Frakturen oder Muskelrissen, ist eine anderweitige Erstversorgung notwendig. Des Weiteren ist vorab abzuklären, ob aufgrund eventuell vorliegender Erkrankungen von einer osteopathischen Behandlung abzusehen ist. Zudem steht stets der Behandlungserfolg im Vordergrund. Ist dieser besser durch andere naturheilkundliche und/oder schulmedizinische Therapien zu erreichen, wird dementsprechend die Therapie angepasst und/oder eine Weiter-, Mitbehandlung durch einen Facharztkollegen empfohlen.

3. Was ist für die erste Osteopathie-Behandlung mitzubringen?

Zur osteopathischen Therapie ist nichts mitzubringen, außer ausreichend Zeit, eventuell vorhandene Arztberichte und Vorbefunde sowie bequeme Kleidung. Für den hygienischen Aspekt sorgt die Praxis.

4. Was kann man selbst zur Verbesserung des Osteopathie-Behandlungsergebnisses beitragen?

Grundsätzlich ist das Lernen und Ausführen von spezifischen Übungen sinnvoll, wobei hier stets auf die richtige Ausführung zu achten ist. Gegebenenfalls sind auch Physiotherapien, schulmedizinische sowie andere naturheilkundliche Behandlungen, wie beispielsweise Akupunktur, Neuraltherapie oder Phytotherapie (=Behandlung mit pflanzlichen Medikamenten) für eine osteopathische Behandlung förderlich.

5. Gibt es Kontraindikationen für eine osteopathische Behandlung?

Ja. Zu den Kontraindikationen zählen: akute Verletzungen sowie strukturelle Körperschäden, akut-entzündliche Prozesse, chronische Entzündungsschübe, akute sowie schwere Erkrankungen und Notfälle, die einer schulmedizinischen Diagnostik und/oder Erst-Versorgung bedürfen. Bereits im Erstgespräch erfolgt die Anamnese, um mögliche Risikofaktoren herauszufinden und zum Ende des Gesprächs die Behandlungsmethode wählen zu können, die exakt auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten abgestimmt ist.

6. Können Osteopathie und klassische Medizin einander ergänzen?

Um sicher zu sein, dass keine Pathologie oder Vorschädigung vorliegt, die einer Osteopathie-Behandlung entgegensteht, greife ich auf Befunde zurück, die mit konventionellen diagnostischen Methoden (z.B. Röntgen, CT, MRT, Labor) erstellt wurden.

Wenn sich herausstellt, dass den Beschwerden eine Erkrankung zugrunde liegt, die sich konventionell besser behandeln lässt, wähle ich die schulmedizinische Behandlung bzw. empfehle dem Patienten die Mit- oder Weiterbehandlung bei einem entsprechenden Facharztkollegen.

In Notfällen oder bei akuten, schweren Erkrankungen hat die Schulmedizin stets den Vorrang. Wenn z.B. durch Unfälle Knochen oder Organe geschädigt sind, muss mit schulmedizinischen Mitteln (z.B. Röntgendiagnostik, Ultraschall etc.) vor einer möglichen osteopathischen Behandlung eine Abklärung erfolgen.

11. Erkennt die PKV auch die Osteopathie als Heilverfahren an?

Wenn Ihre private Krankenversicherung Naturheilverfahren, Alternative Medizin oder Heilpraktiker beinhaltet, werden generell auch die Kosten für die Therapieform „Osteopathie“ übernommen. Da es in der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) keine Abrechnungsziffern für Osteopathie gibt, müssen diese Leistungen gemäß §6 Absatz 2 als sogenannte Analogziffern abgerechnet und erstattet werden. Sollte es trotzdem in Ausnahmefällen zu Problemen mit Ihrer PKV kommen, werde ich Sie natürlich gerne unterstützen.

12. Was bedeutet M.D.O. - DGCO (Medical Doctor of Osteopathy - DGCO)?

Gemäß den Weiterbildungsrichtlinien der Deutschen Gesellschaft für Chirotherapie und Osteopathie e. V. (DGCO e.V.) habe ich eine 700-stündige Ausbildung absolviert, an der ausschließlich Fachärzte teilnehmen dürfen. Diese muss mindestens über einen Zeitraum von 4 Jahren erfolgen. Dafür habe ich das DGCO e.V. Abschlusszertifikat M.D.O.® (Medical Doctor of Osteopathy) erhalten, welches dem Ausbildungsstandard des EROP, dem European Register of Osteopathic Physicans, entspricht.

Das EROP ist ein Dachverband ärztlich-osteopathischer Verbände in Europa, welches die Ausbildung für Ärzte im Bereich Osteopathie in Europa definiert, reguliert und koordiniert. Die Ausbildung zum M.D.O.® qualifiziert mich zur umfassenden Ausübung der Osteopathischen Medizin in meiner eigenen Praxis.

Die DGCO e.V bezeichnet den M.D.O.® als einen weltweit von der OIA (Osteopathic International Alliance) anerkannten ärztlichen Ausbildungstitel für Osteopathie. Damit trägt dieser maßgeblich zur Qualitätssicherung in der ärztlichen Osteopathie sowohl in Deutschland als auch im deutschsprachigen europäischen Raum bei.

13. Wie wird Osteopathie definiert?

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Osteopathie vom Amerikaner Dr. Andrew Taylor Still entwickelt. Sein Konzept basiert auf dem Verständnis der Interaktion von Körper, Geist und Seele unter gesundheitlichen Aspekten. In diesem Zusammenhang setzte er auf die Wechselbeziehung zwischen Struktur und Funktion und auf die Fähigkeit des Körpers zu Selbstheilung.

Ziel des Osteopathen ist das Ergründen der tatsächlichen Ursachen eines Beschwerdebildes. Diese können sich an einer völlig anderen Stelle Ihres Körpers befinden, als die aktuellen Symptome auf den ersten Blick vermuten lassen. Nur wenn die tatsächlichen Ursachen und Auslöser der Beschwerden gefunden werden, kann die Behandlung auf Dauer erfolgreich sein.

14. Wem kann der Osteopath helfen?

Jeder Mensch, unabhängig vom Alter, kann von Osteopathie profitieren. Da, wo nicht geheilt werden kann, kann zumindest oft geholfen und gelindert werden.

15. Wie lange dauert die osteopathische Behandlung?

Diese erfolgt in der Regel in drei Stufen:
Zum ersten Termin führe ich ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten. Dem schließt sich die eingehende manuelle Untersuchung mit diversen Tests an. Für den Fall, dass noch technische Untersuchungen (z.B. Ultraschall, Röntgen oder Kernspintomographie) nötig sind, werden diese durchgeführt.
Danach beginne ich mit der eigentlichen Behandlung.

Ich bin bekannt dafür, dass ich mir Zeit für meine Patienten nehme. Eine exakte Angabe für die Dauer der Behandlung ist daher nicht einfach. In der Regel dauert eine Behandlung 50 bis 60 Minuten.
Techniken der parietalen Osteopathie haben bereits seit einiger Zeit als sogenannte Manuelle Medizin Einzug in die konservative Orthopädie gehalten. Hier kann von einem Schulterschluss zwischen Osteopathie und Schulmedizin hinsichtlich der eingesetzten Behandlungsmethoden gesprochen werden. Deutliche Unterschiede bleiben jedoch in der Vorgehensweise, dem ganzheitlichen Ansatz und der Spezialisierung bestehen.

7. Welche Therapien können neben Osteopathie ergänzend angewendet werden?

Neben Osteopathie können selbstverständlich schulmedizinische, physiotherapeutische, psychotherapeutische oder naturheilkundliche Therapien angewendet werden. Um die gewünschten Behandlungserfolge zu erreichen, empfehle ich, wenn es angezeigt erscheint, auch den Besuch eines entsprechenden Facharztkollegen.

8. Gibt es einen Unterschied zwischen Osteopathie und osteopathischen Techniken?

Gelegentlich werden osteopathische Techniken eingesetzt, wie sie in Kursen kurzer Dauer vermittelt werden, um einzelne Blockierungen zu lösen. Die dabei angewandten Methoden bilden jedoch lediglich einen Ausschnitt der Osteopathie ab. Vergleicht man diese mit Dauer und Umfang einer kompletten Ausbildung in Osteopathie (folgen Sie diesem Link und erfahren Sie mehr über dieses Thema – http://www.osteopathie-muenchen-bogenhausen.de), liegt nahe: Osteopathische Techniken können im Einzelfall hilfreich sein, ersetzen jedoch nicht die ganzheitliche Osteopathie mit deren eingehender Ursachenforschung.

9. Ist bei Osteopathie mit Gegenanzeigen zu rechnen?

Die Osteopathie als sanfte Behandlungsmethode wird ganz individuell auf die Bedürfnisse des Patienten ausgerichtet. Somit kann davon ausgegangen werden, dass es in der Regel keine Gegenanzeigen / Kontraindikationen für eine Behandlung gibt. In einem zu Behandlungsbeginn stattfindenden ausführlichen Anamnesegespräch werden eventuelle Risikofaktoren herausgefunden.

10. Bei welchen Symptomen kann Osteopathie helfen?

Parietale Osteopathie (Stütz- / Bewegungsapparat):
Probleme der Wirbelsäule, Ischias, Gelenkschmerzen, Gelenkblockierungen, Kiefergelenkfehlstellungen, Kiefergelenkschmerzen, Zähneknirschen, Kopfschmerzen, Halswirbelsäulenprobleme, begleitend bei Gebissregulierungen, Schreikinder, Schiefhals, KiSS-Syndrom, Skoliose, Schwindel, Kopfschmerzen, Migräne, Tinnitus, Parästhesien (z.B. Taubheit/Kribbeln in den Extremitäten), etc.

Kranio-Sacrale Osteopathie (Schädel / Kreuzbein):
Schreikinder, Hyperaktivität (ADHS), Entwicklungsstörungen, Schiefhals, Kiss-Syndrom, Skoliose, Geburtstrauma, Kopfschmerzen, Kiefer-Zahnfehlstellungen, Kiefergelenkprobleme, Schwindel, Kopfschmerzen, Migräne, Sehstörungen, Tinnitus, Schleudertrauma, Nasennebenhöhlenprobleme, Polypen etc.

Viszerale Osteopathie (Organe):
Verdauungsprobleme, Organsenkungen, Operationsfolgen, Gallen- u. Magenstörungen, medizinisch abgeklärte Herzrhythmusstörungen, Schmerzen im Bereich des Brustkorbs, Menstruationsbeschwerden, Unfruchtbarkeit, Geburtsnachsorge, klimakterische Beschwerden, chronische Blasenentzündungen, Inkontinenz, Beckenbodenbeschwerden, Nierenprobleme, Prostatabeschwerden, Schreikinder, Verdauungsstörungen etc.

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