FAQ – häufig gestellte Fragen und die Antworten

FAQ zu den Behandlungsverfahren in der Privatpraxis für Allgemeinmedizin

Auf dieser Seite finden Sie die Fragen, die mir zu meinen Behandlungsverfahren "Naturheilverfahren, Osteopathie, Chirotherapie, Akupunktur und Neuraltherapie“ immer wieder gestellt werden und entsprechend meine Antworten darauf.

Indem Sie die Sie interessierende Frage anklicken, erhalten Sie die Antwort.

1. Werden komplementäre/alternative Heilmethoden von der PKV erstattet?

Bei privat krankenversicherten Patienten erfolgt in der Regel die Kostenübernahme für die von mir eingesetzten Heilmethoden, wenn ihr Tarif „Alternative Medizin, Heilpraktiker oder auch Naturheilverfahren“ beinhaltet. Sollte es in Ausnahmefällen zu Problemen mit Ihrer PKV kommen, unterstütze ich Sie selbstverständlich nach besten Kräften.

Nichtsdestotrotz haben viele Krankenversicherungen auch die so genannte »Schulmedizinklausel« in ihren Verträgen. Ob eine bestimmte Behandlung wegen dieser Klausel nicht gezahlt werden muss, hängt davon ab, ob sich die jeweilige Behandlungsmethode in der Praxis bewährt hat. Wenn Sie diesem Link zu den Rechtstipps des Verlags Akademische Arbeitsgemeinschaft folgen, erhalten Sie einen guten Überblick über dieses Thema.

2. Erkennt die PKV auch die Osteopathie als Heilverfahren an?

Wenn Ihre private Krankenversicherung Naturheilverfahren, Alternative Medizin oder Heilpraktiker beinhaltet, werden generell auch die Kosten für die Therapieform „Osteopathie“ übernommen. Da es in der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) keine Abrechnungsziffern für Osteopathie gibt, müssen diese Leistungen gemäß §6 Absatz 2 als sogenannte Analogziffern abgerechnet und erstattet werden. Sollte es trotzdem in Ausnahmefällen zu Problemen mit Ihrer PKV kommen, werde ich Sie natürlich gerne unterstützen.

3. Was ist unter Naturheilverfahren zu verstehen?

Auf einen kurzen Nenner gebracht, wird bei der Naturheilkunde von der „Lehre von der Anwendung natürlicher Ressourcen zum Wiederherstellen und Erhalten der Gesundheit“ gesprochen. Die klassische Naturheilkunde ruht auf 5 Säulen:

  • den Physikalische Maßnahmen in Form der Hydrotherapie (kalte und warme Wasseranwendungen nach Pfarrer Kneipp), der Balneotherapie (Bädertherapie), der Lichttherapie u.v.m.
  • der Bewegungstherapie
  • der Ernährungstherapie
  • der Ordnungstherapie und
  • der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde)

Bei den Naturheilverfahren steht der Mensch mit seinen Möglichkeiten zur Selbsthilfe im Vordergrund. Naturheilkundliche Verfahren beziehen sich auf alltägliche Dinge des Lebens und die persönliche Lebensgestaltung. Sie geben Hilfen an die Hand, mit denen der Einzelne das Gleichgewicht in seinem Leben wiederherstellen und erhalten soll.
Wenn Sie diesem Link folgen, erfahren Sie, welche Mittel und Methoden der Naturheilverfahren ich zur Behandlung meiner Patienten einsetze.

4. Ist bei Osteopathie mit Gegenanzeigen zu rechnen?

Die Osteopathie als sanfte Behandlungsmethode wird ganz individuell auf die Bedürfnisse des Patienten ausgerichtet. Somit kann davon ausgegangen werden, dass es in der Regel keine Gegenanzeigen / Kontraindikationen für eine Behandlung gibt. In einem zu Behandlungsbeginn stattfindenden ausführlichen Anamnesegespräch werden eventuelle Risikofaktoren herausgefunden.

5. Welche Therapien können neben Osteopathie ergänzend angewendet werden?

Neben Osteopathie können selbstverständlich schulmedizinische, physiotherapeutische, psychotherapeutische oder naturheilkundliche Therapien angewendet werden. Um die gewünschten Behandlungserfolge zu erreichen, empfehle ich, wenn es angezeigt erscheint, auch den Besuch eines entsprechenden Facharztkollegen.

6. Bei welchen Symptomen kann Osteopathie helfen?

Parietale Osteopathie (Stütz- / Bewegungsapparat):
Probleme der Wirbelsäule, Ischias, Gelenkschmerzen, Gelenkblockierungen, Kiefergelenkfehlstellungen, Kiefergelenkschmerzen, Zähneknirschen, Kopfschmerzen, Halswirbelsäulenprobleme, begleitend bei Gebissregulierungen, Schreikinder, Schiefhals, KiSS-Syndrom, Skoliose, Schwindel, Kopfschmerzen, Migräne, Tinnitus, Parästhesien (z.B. Taubheit/Kribbeln in den Extremitäten), etc.

Kranio-Sacrale Osteopathie (Schädel / Kreuzbein):
Schreikinder, Hyperaktivität (ADHS), Entwicklungsstörungen, Schiefhals, Kiss-Syndrom, Skoliose, Geburtstrauma, Kopfschmerzen, Kiefer-Zahnfehlstellungen, Kiefergelenkprobleme, Schwindel, Kopfschmerzen, Migräne, Sehstörungen, Tinnitus, Schleudertrauma, Nasennebenhöhlenprobleme, Polypen etc.

Viszerale Osteopathie (Organe):
Verdauungsprobleme, Organsenkungen, Operationsfolgen, Gallen- u. Magenstörungen, medizinisch abgeklärte Herzrhythmusstörungen, Schmerzen im Bereich des Brustkorbs, Menstruationsbeschwerden, Unfruchtbarkeit, Geburtsnachsorge, klimakterische Beschwerden, chronische Blasenentzündungen, Inkontinenz, Beckenbodenbeschwerden, Nierenprobleme, Prostatabeschwerden, Schreikinder, Verdauungsstörungen etc.

7. Können Osteopathie und klassische Medizin einander ergänzen?

Um sicher zu sein, dass keine Pathologie oder Vorschädigung vorliegt, die einer Osteopathie-Behandlung entgegensteht, greife ich auf Befunde zurück, die mit konventionellen diagnostischen Methoden (z.B. Röntgen, CT, MRT, Labor) erstellt wurden.

Wenn sich herausstellt, dass den Beschwerden eine Erkrankung zugrunde liegt, die sich konventionell besser behandeln lässt, wähle ich die schulmedizinische Behandlung bzw. empfehle dem Patienten die Mit- oder Weiterbehandlung bei einem entsprechenden Facharztkollegen.

In Notfällen oder bei akuten, schweren Erkrankungen hat die Schulmedizin stets den Vorrang. Wenn z.B. durch Unfälle Knochen oder Organe geschädigt sind, muss mit schulmedizinischen Mitteln (z.B. Röntgendiagnostik, Ultraschall etc.) vor einer möglichen osteopathischen Behandlung eine Abklärung erfolgen.

Techniken der parietalen Osteopathie haben bereits seit einiger Zeit als sogenannte Manuelle Medizin Einzug in die konservative Orthopädie gehalten. Hier kann von einem Schulterschluss zwischen Osteopathie und Schulmedizin hinsichtlich der eingesetzten Behandlungsmethoden gesprochen werden. Deutliche Unterschiede bleiben jedoch in der Vorgehensweise, dem ganzheitlichen Ansatz und der Spezialisierung bestehen.

8. Welche Unterschiede bestehen zwischen Osteopathie und Chirotherapie?

Zur Beantwortung dieser Frage verweise ich auf meinen Blogeintrag „Osteopathie – Chirotherapie: Gemeinsamkeiten und Unterschiede“

9. Gibt es einen Unterschied zwischen Osteopathie und osteopathischen Techniken?

Gelegentlich werden osteopathische Techniken eingesetzt, wie sie in Kursen kurzer Dauer vermittelt werden, um einzelne Blockierungen zu lösen. Die dabei angewandten Methoden bilden jedoch lediglich einen Ausschnitt der Osteopathie ab. Vergleicht man diese mit Dauer und Umfang einer kompletten Ausbildung in Osteopathie (folgen Sie diesem Link und erfahren Sie mehr über dieses Thema – https://www.osteopathie-muenchen-bogenhausen.de), liegt nahe: Osteopathische Techniken können im Einzelfall hilfreich sein, ersetzen jedoch nicht die ganzheitliche Osteopathie mit deren eingehender Ursachenforschung.

10. Was bedeutet Chirotherapie?

Das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet im eigentlichen Sinne “mit der Hand behandeln“.

11. Ist Chirotherapie gefährlich?

Nein. Werden chirotherapeutische Eingriffe von einem erfahrenen, versierten Arzt durchgeführt, müssen Sie mit keinen Risiken rechnen. Vorerkrankungen, die das Anwenden chirotherapeutischer Behandlungen einschränken könnten, werden in einem Anamnesegespräch herausgefunden.

12. Wofür wird Chiropraktik eingesetzt?

Die Chiropraktik befasst sich mit Funktionsstörungen des Muskel- und Gelenkapparates sowie deren Auswirkungen. Hierzu gehören z.B. Gelenkblockierungen, Muskelverspannungen, ausstrahlende Schmerzen, Kopfschmerzen, Schleudertraumata, Bandscheibenvorfälle und die frühzeitige Prävention mechanisch bedingter Funktionsstörungen.

13. Wann wird von einer Blockierung gesprochen?

Als Blockierung bezeichnet man die prinzipiell reversible Bewegungseinschränkung eines Gelenks.

14. Leiert bei der Chirotherapie nichts aus?

Nein, alle Übungen und auch Manipulationen werden im normalen, physiologischen Bewegungsumfang durchgeführt. Gelenkstrukturen (Bänder, Kapseln, Muskeln) leiern nicht mehr aus als durch Alltagsbewegungen auch.

15. Tut Chirotherapie weh?

Eigentlich nicht, denn mit einem Schmerzreiz würde man ja eine Blockierung verstärken oder gar auslösen.

16. Ist Chirotherapie gefährlich?

Jede Behandlungsmethode birgt ein potenzielles Risiko in sich. Individuelle Risiken müssen natürlich beachtet werden. Grundsätzlich ist die Chirotherapie jedoch ein nebenwirkungsarmes Behandlungsverfahren.

17. Was hat es mit den Knackgeräuschen auf sich?

Eine eindeutige Erklärung gibt es hierfür nicht. Aber jeder hat im Alltag schon Knacken am eigenen Bewegungsapparat bemerkt. Vermutlich gibt es dafür mehrere Ursachen:
  • Das Lösen von glatten Gelenkflächen kann ein Geräusch verursachen, ähnlich dem Lösen eines Saugnapfs.
  • Infolge von Druckunterschieden bei Verspannungen können sich in verschiedenen Gewebsschichten Gasbläschen bilden. Diese können bei der Behandlung entweder platzen oder sich durch das Gewebe bewegen.
  • Wenn Sehnen und Muskeln übereinander gleiten, kann das ebenfalls geräuschvoll geschehen.

18. Hat Akupunktur Nebenwirkungen wie z.B. Verletzungen durch Akupunkturnadeln?

Dass Akupunkturnadeln ernsthafte Verletzungen verursachen, ist äußerst unwahrscheinlich. Was vorkommen kann, allerdings völlig harmlos ist, sind kleine Hämatome (Blutergüsse).

19. Kann es zu einer Ansteckungsgefahr durch Akupunkturnadeln kommen?

In meiner Praxis verwende ich ausschließlich Einmalnadeln, sodass keine Ansteckungsgefahr besteht.

20. Welche Krankheiten lassen sich gut mit Akupunktur behandeln und heilen?

Die meisten durch funktionelle und energetische Störungen verursachten Erkrankungen lassen sich gut behandeln. Je eher, desto leichter ist es, die Krankheit zu heilen.
Angewendet wird Akupunktur allein oder begleitend bei >> Hier weiter lesen

21. Ist eine Akupunkturbehandlung schmerzhaft?

Da das Schmerzempfinden ein sehr individuelles Gefühl ist, kann hierzu keine allgemeingültige Aussage getroffen werden. Aus Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass der Einstich der sehr dünnen Nadel meist kaum gespürt wird. Mitunter jedoch wird er als ganz kurzes „Pieksen“ empfunden. Wenn die Nadel am „richtigen“ Ort wirkt, berichten Patienten häufig, dass sie einen dumpfen Druck verspüren.